Dietmar Heyde

Jahrgang: 1964

 

Zur Person:

Dietmar Heyde ist studierter Lehrer für Sport und Geschichte. Er ist letztlich nicht in den Schuldienst gegangen, sondern im Bereich der Gesundheitsförderung "hängen" geblieben. Seit 1997 als Youthworker und Öffentlichkeitsarbeiter bei der AIDS-Hilfe Duisburg / Kreis Wesel und dort zusätzlich seit 2001 in Leitungs- / Geschäftsführungsfunktion. Wir haben ihn gebeten unseren Fragebogen auszufüllen, da er hier als Repräsentant der guten und bewährten Vernetzung der Aidshilfen im Ruhrgebiet fungieren soll.

 

Welche Person bringst Du als erstes mit der AIDS-Hilfe Bochum in Verbindung?
Arne Kayser

 

Dein erster Kontakt mit der AIDS-Hilfe Bochum?
Im Rahmen der Grundlagenschulung für ehrenamtlich Interessierte in der Ruhrgebietsvernetzung bin ich als Trainer u.a. auf einen jungen, dynamischen und für den Job in AIDS-Hilfe hervorragend qualifizierten Mann aus Bochum (oder Umgebung?) gestoßen, von dem ich gehofft hatte, dass er der AH-Arbeit möglichst lange und am besten in führender Funktion erhalten bleibt. Das ist erfreulicherweise auch so eingetreten.

 

Deine schönste Erinnerung im Kontext von Aidshilfe?
Da gibt es viele und es fällt schwer, ein Ranking zu machen. Insgesamt kann ich auch heute noch sagen, das Arbeiten, Leben und Erleben in AIDS-Hilfe bereichert meine Persönlichkeitsentwicklung und erweitert(e) meinen bürgerlich und eher klassisch heterosexuell sozialisierten Horizont immer wieder.

 

Dein bewegendstes Erlebnis im Kontext von Aidshilfe?
Auch hier möchte ich mich nicht auf eines festlegen müssen - es gibt die ganze Bandbreite von großer Freude bis tiefer Trauer. Vielleicht ganz besonders bewegend waren -unverhofft schöne- Momente beim Abschiednehemen, das Gefühl von Dankbarkeit, manche Menschen kennen lernen zu dürfen, die mein Leben bereichert haben.

 

Was ist für Dich das größte Glück?
Gesundheit, Freiheit und Zufriedenheit - vor allem in und mit meiner Familie.

 

Was ist für Dich das größte Unglück?
Das Gegenteil vom Glück.

 

Wo möchtest Du leben?
Ich bin eingefleischter Niederrheiner - natürlich auch wegen der Nähe zum Ruhrgebiet.

 

Welche Fehler entschuldigst Du am ehesten?
Aus schlechten Lebensbedingungen resultierende Bildungsarmut.

 

Deine Lieblingsgestalt in der Literatur?
Jesus Cristus und Asterix.

 

Deine Lieblingsgestalt in der Geschichte?
u.a. Jean-Jacques Rousseau und Hanns-Dieter Hüsch.

 

Deine Lieblingsmalerin / dein Lieblingsmaler?
Albert Uderzo oder René Goscinny - jedenfalls den Zeichner von Asterix & Obelix.

 

Deine Lieblingsmusik?
Gute handgemachte Rockmusik.

 

Welche Eigenschaften schätzt Du bei anderen Menschen am meisten?
Die Kombination von Humor und Ernsthaftigkeit.

 

Deine Lieblingsbeschäftigung?
Fussball (leider aus orthopädischen Gründen kaum noch möglich) und andere sportliche Bewegungen.

 

Dein Hauptcharakterzug?
Ich denke, ich bin sehr vertrauenswürdig und zuverlässig.

 

Was schätzt Du bei Deinen Freundinnen und Freunden am meisten?
Ehrlichkeit, menschliche Nähe, Humor.

 

Dein größter Fehler?
Ich neige gelegentlich zum Zynismus.

 

Dein Traum vom Glück?
Gesundheit, Freiheit und Zufriedenheit - vor allem im Schoße meiner Familie.

 

Deine Lieblingsblume?
Rucola - lecker!

 

Dein Lieblingsbuch?
Viele - gerne historische (Kriminal-) Romane und historisch-politische Biographien.

 

Was macht die AIDS-Hilfe Bochum für Dich aus?
So weit ich es beurteilen kann - eine sehr gut funktionierende Zusammenarbeit von Ehren- und Hauptamt, hervorragende Online-Medienkompetenz (ein bisschen Neid ...), ein vertrauensvoller Kooperationspartner und Mitstreiter, ein Super-Geschäftsführer - für "Westfalen" erstaunlich klasse Leute.

 

Dein Motto?
"Resignation selten - Kapitulation nie! Optimismus ungern - Zuversicht immer!" (H.-D. Hüsch)

 

Wie entwickelt sich die AIDS-Hilfe Bochum in den nächsten 25 Jahren?
Ich wünsche Euch viel - auch finanziellen - Rückhalt für eine Planungssicherheit, damit die gute Arbeit fortgeführt und weiterentwickelt werden kann.

 

Was forderst Du von Politik und Gesellschaft?
Von Politik: stete Anerkennung der Leistungen von AIDS-Hilfe im Bereich der Gesundheitsförderung und im Feld der Verhinderung von gesellschaftlicher Entsolidarisierung - mit stabiler Förderung! Von Gesellschaft: Positiv zusammen leben! Aber sicher!

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