25 Jahre Aidshilfearbeit

25 Jahre AIDS-Hilfe Bochum ist auch ein Anlass zurückzuschauen. Aus der Vergangenheit heraus können wir uns unserer Identität vergewissern und unsere Veranwortlichkeit zur Bewältigung der gegenwärtigen und künftigen Herausforderungen ableiten. Wir wollen an dieser Stelle einige Ereignisse aus unserer Historie exemplarisch herausgreifen, Diese Darstellungen sind bewusst stark subjektive Rückschauen, die zur Diskussion und zum Nachdenken anregen sollen.

Auf dem Weg zu eigenen Räumlichkeiten

Nach der konstituierenden Mitgliederversammlung der AIDS-Hilfe Bochum e.V. begann eine 24-monatige Suche nach geeigneten Geschäftsräumen. Zunächst wurde uns als Notlösung ein kleines Hinterzimmer vom DPWV in der Kreuzstrasse (schräg hinter dem Union-Kino) zur Verfügung gestellt. Der DPWV hatte dort, neben der Verwaltungsstelle in der Franzstraße, einen Saal und das besagte Hinterzimmer. Eine erste räumliche Anlaufstelle konnte hier etabliert werden. Dennoch war allen Aktiven der ersten Tage klar, dass dies nur eine Übergangsoption sein durfte.

Im Dezember 1987 konnte die AIDS-Hilfe Bochum dann die ersten richtigen eigenen Räumlichkeiten beziehen. Am 09. März 1988 wurde zur Einweihungsfeier geladen. Barbara Kabot - Mitglied im Vorstand - schrieb in ihrer Einladung „ Der Umzug in die Bergstrasse 115 ist ein wichtiger Schritt in der fast zweijährigen Geschichte unserer Arbeit. Das neue Domizil bildet eine Grundlage dafür, dass Aids-Hilfe effektiv und kontinuierlich ausgebaut werden kann...“ Später wurde auch die Rosa Strippe als räumliche Partnerin in die Bergstraße integriert.

Dennoch war die Situation auch damals in der Bergstraße nicht problemfrei: Beispielsweise mussten man die KlientInnen von der Eingangstür des Mehrparteienhauses abholen und sie in die Geschaftssräume eskortieren. Der Vermieter und die anderen Mieter wollten vermeiden, dass sich bspw. DrogengebraucherInnen im Hausflur niederlassen konnten: Akzeptanzarbeit pur war also gefragt.

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