25 Jahre Aidshilfearbeit

25 Jahre AIDS-Hilfe Bochum ist auch ein Anlass zurückzuschauen. Aus der Vergangenheit heraus können wir uns unserer Identität vergewissern und unsere Veranwortlichkeit zur Bewältigung der gegenwärtigen und künftigen Herausforderungen ableiten. Wir wollen an dieser Stelle einige Ereignisse aus unserer Historie exemplarisch herausgreifen, Diese Darstellungen sind bewusst stark subjektive Rückschauen, die zur Diskussion und zum Nachdenken anregen sollen.

Die hauptamtliche Absicherung unserer Arbeit

Im Jahr 1989 formulierte Andreas Pockrand Fox einen Brief an den Gesundheitsausschuss der Stadt Bochum. Inhalt war, dass uns die AIDS-Hilfe NRW über die Option informierte, dass wir in das Landesprogramm zur Förderung örtlicher Aidshilfen kommen könnten. Die Stadt musste sich aber bereit erklären, eine 30%ige kommunale Restfinanzierung- ergänzend zu den Landesmitteln- zuzusichern. Die notwendigen gut 28.000 DM wurden uns recht schnell zugesagt. Wir haben dann im Juni 1990 einen Personalschlüssel erhalten, den wir bis zum Jahre 2008 behielten.

Fortan konnten wir einen hauptamtlichen Umfang von 1,5 Stellen verbuchen. Eine halbe Verwaltungskraft wurde angestellt und eine volle, so genannte, AIDS-Fachkraft-Stelle. Diese wurde die nächsten 13 Jahre von Andreas Pockrandt-Fox bekleidet. Barbara Kabot übernahm zunächst das administrative Geschäft.

In diesem Zusammenhang nahm die AIDS-Hilfe Bochum e.V. auch eine genauere Zielgruppenbestimmung mit der eindeutigen Präferenz vor, ihre Präventionsbemühungen auf homosexuelle Männer und JVA-Inhaftierte auszurichten. Beratung und Betreuung wurde im Stadtspiegel vom 18.07.1990 als wichtigster Arbeitsschwerpunkt angegeben. Gleichzeitig zog man sich aus dem Youthwork-Programm (Prävention für Jugendliche) zurück. Aus heutiger Sicht scheint das nicht ganz nachvollziehbar, denn dies hat uns gewiss personelle Ressourcen gekostet.

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