25 Jahre Aidshilfearbeit

25 Jahre AIDS-Hilfe Bochum ist auch ein Anlass zurückzuschauen. Aus der Vergangenheit heraus können wir uns unserer Identität vergewissern und unsere Veranwortlichkeit zur Bewältigung der gegenwärtigen und künftigen Herausforderungen ableiten. Wir wollen an dieser Stelle einige Ereignisse aus unserer Historie exemplarisch herausgreifen, Diese Darstellungen sind bewusst stark subjektive Rückschauen, die zur Diskussion und zum Nachdenken anregen sollen.

Im Januar 1990 wurde ein wichtiger Meilenstein für die "Strukturelle Prävention" für schwule Männer gesetzt. Es wurde aber auch ein wichtiges Fundament für unsere Eigenmittel-Akquise geschaffen. Die erste "BO-YS" - Party wurde veranstaltet. Seinerzeit wurde die Initiative von einer gemeinsamen Idee getragen: Die Erlöse der Partys sollten für den Aufbau eines Schwulenzentrums verwendet werden. Beteiligte Gruppen waren die AIDS-Hilfe Bochum, die Schwulengruppe Bochum, die Schwusos und die Rosa Strippe. Leider ist es wohl nie zu einem gemeinsamen Konto und somit zu keinem gemeinsam getragenen Zentrum gekommen. Schade!

Sicherlich war die Verunsicherung seinerzeit groß, ob das Konzept funktionieren würde. Bewerbungen wurden breit gestreut - u.a. Anzeigen in der Marabu, Flyer, Plakate und auch persönliche Einladungen. 800 BesucherInnen machten die Premiere dann zu einem vollen Erfolg. Seitdem werden 600-1100 Schwule und deren FreundInnen an jedem ersten Samstag im Monat vom Bochumer Autokennzeichen angezogen. Im Bahnhof Langendreer wird dann getanzt, geflirtet und Szene gelebt. Und das funktioniert seit nunmehr 21 Jahren. Die BO-YS-Party ist somit eine der etabliertesten schwulen Disko-Veranstaltungen in NRW. Wir werden zu dem hier einem Grundauftrag gerecht: Wenn die AIDS-Hilfe Bochum die Party zwei Mal im Jahr veranstaltet, wird auch immer personalkommunikative Präventionsarbeit geleistet.

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